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Die Band

no strings attached

Wir spielen auf Saiteninstrumenten und nennen uns „No strings attached“. Ohne Saiten? Soll das ein Witz sein? Die englische Redewendung „no strings attached“  meint: „Ohne weitere Bedingungen“. Schlicht gesagt, wir spielen wirklich für alle, und über den kleinen Graben zwischen „Unterhaltung“ und „Klassik“ kommen wir mit einem Tanzschritt. Um unsere Musik sind keine Schnüre gezogen, die das Revier begrenzen, und das „Original“ ist für uns Aufforderung zur Variation. Wir covern und arrangieren nach Laune und Gelegenheit. Wir spielen auch keine „Werke“, sondern Weisen, „tunes“, und damit folgen wir dem musikalischen Alltag des 16. und 17. Jahrhunderts. Da konnten Gassenhauer in Schlösser wandern und aus Trauergesängen Trinklieder werden. Die Melodien jener Zeit passten sich überall an, sie wurden von Reichen wie Armen gehört, und so spielen wir sie auch: draußen und drinnen, für Abenteurer und Träumer, Sammler und Jäger. Diese Musik zum Tanzen, Trinken, Lieben stellt keine Bedingungen. Unsere Hörer müssen weder auf Fugeneinsätze achten noch sechs Stunden auf das Finale warten – ohne Umweg gelangen sie mit uns in eine andere Welt. No strings attached! Ein paar Saiten müssen wir natürlich doch spannen, die auf hohen und tiefen Geigen - um beim Hörer das zum Schwingen zu bringen, was Shakespeare die „heart-strings“ nannte. Und Herzenssaiten bringt ja jeder ohne weitere Bedingungen mit.


Text: Volker Hagedorn

Erstellt von: nlz
Zuletzt verändert: 03.04.2009 10:10

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